HITACHI RAIL | REDAKTION MEIN.JOB

Wer entscheidet, wenn KI mitfährt?

Die Zukunft fährt Bahn

 MG 1604

Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit verändern die Bahn derzeit spürbar. Neue digitale Leit- und Sicherungssysteme, Automatisierung und datenbasierte Entscheidungen modernisieren eine Branche, die gleichzeitig extrem langfristig und sicherheitskritisch ist. Was heißt das für euch als Studierende der TU Wien und für eure technischen Zukunftsjobs?

Hannes Boyer, Vice President North, Central & Eastern Europe, Hitachi Rail spricht über Vision, Verantwortung und die Frage, wie Mobilität in Europa nachhaltig gestaltet werden kann.

Peter Tummeltshammer, Head of Innovation bei Hitachi Rail in Österreich zeigt, wie Technologien wie AI, Datenanalyse und Cybersecurity heute schon im Bahnbetrieb eingesetzt werden und warum der Mensch dabei immer Teil des Systems bleibt.

Zwei Perspektiven. Eine Botschaft: Zukunft entsteht nicht durch Hype, sondern durch fundierte Entscheidungen, Technikkompetenz und Verantwortung.

Verantwortung und Leadership

Wie wird man Future Leader und was treibt Sie an?

BOYER: Wer eine berufliche Karriere anstrebt, braucht zwei Dinge: eine gute Ausbildung und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Ich selbst habe eine solide technische Ausbildung, die ich später mit einem Wirtschaftsstudium ergänzt habe. Beruflich habe ich an der Basis gestartet – in der technischen Entwicklung. Über verschiedene Stationen in großen globalen Konzernen konnte ich mich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Ein Grund war sicher, dass ich mich nie vor schwierigen Aufgaben und Verantwortung gescheut habe. Was treibt mich heute noch an? Es ist die Kombination aus Technik, internationaler Zusammenarbeit und der Chance, Mobilität in Europa aktiv mitzugestalten.

Was aus Ihrem TU-Studium zählt wirklich und was lernt man erst im Job?

TUMMELTSHAMMER: Ich glaube, der wichtigste Aspekt aus meinem Studium ist analytisches Denken und Arbeiten, das heißt die Fähigkeit ein Problem einzugrenzen und darzustellen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Teamfähigkeit, was im Studium erlernt werden kann, aber nicht unmittelbar gelehrt wird. Sämtliche domänen- und firmenspezifischen Aspekte werden typischerweise erst im Job erlernt. Natürlich ist jegliches Vorwissen in diesen Bereichen willkommen, wird aber nicht vorausgesetzt.

KI als strategisches Thema

Warum ist KI jetzt strategisch entscheidend?

BOYER: Wir befinden uns mitten in der sogenannten vierten industriellen Revolution. Die Nutzung künstlicher Intelligenz verbreitet sich quer über alle Sektoren und macht selbstverständlich auch vor der Bahnindustrie nicht Halt. Die Effizienzsteigerung ist dabei eine der wichtigsten Triebfedern. Gleichzeitig brauchen wir KI dringend als Antwort auf demografische Entwicklungen, wenn wir die notwendige Produktivität aufrechterhalten wollen. Trotzdem oder gerade deshalb brauchen wir qualifizierte technische Talente mehr denn je.

Wo wird KI konkret eingesetzt?

TUMMELTSHAMMER: Die wichtigsten Anwendungsfelder von KI im Bahnbereich sind aus meiner Sicht zurzeit Optimierungsaufgaben des Fahrplans beziehungsweise maschinelles Lernen in der vorausschauenden Wartung. Zusätzlich wird der Einsatz von Sprachmodellen, LLMs, in den Bereichen Wissensmanagement und Software-Entwicklungsassistenz vorangetrieben.

Sicherheit, Standards und Kontrolle

Wieviel darf KI bei der Bahn entscheiden?

BOYER: KURZE ANTWORT: DERZEIT NICHTS!

Im Bahnbereich betreiben wir sichere Produkte und Lösungen für die kritische Infrastruktur. Dementsprechend bleibt die Entscheidung immer beim Menschen. Jedoch nutzen wir KI immer stärker bei der Entscheidungsvorbereitung – besonders dort, wo in komplexen Situationen rasches Handeln notwendig ist. Also überall dort, wo Effizienz gefragt ist und keine Sicherheitsrisiken entstehen.Warum ist Bahn-Software anders?

TUMMELTSHAMMER: Sicherheitskritische Software muss Qualitätskriterien genügen, welche durch eisenbahnspezifische Sicherheitsstandards festgelegt sind, zum Beispiel komplette Nachvollziehbarkeit und vollständiges Testen. Dies führt zu wesentlich längeren Entwicklungszyklen als bei klassischer Software. WIR KÖNNEN UNS „TESTEN BEIM KUNDEN" NICHT ERLAUBEN!

Mensch im System

In Ihrem Nachhaltigkeitsbericht steht der Mensch im Mittelpunkt. Wie sorgen Sie dafür, dass neue Technologien Mitarbeitende unterstützen und nicht ersetzen?

BOYER: Richtig, bei Hitachi stehen der Mensch und die Gesellschaft im Mittelpunkt – sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Nutzung. Neue Technologien sehen wir daher als komplementär: Während sie bei Routinetätigkeiten entlasten, können sich Expert*innen auf komplexe Aufgaben fokussieren. Klar werden sich in Zukunft Jobprofile verändern, deshalb investieren wir auch gezielt in Weiterbildung.

Wie bleibt die Entscheidung beim Menschen?

TUMMELTSHAMMER: Die Verantwortung muss beim Menschen bleiben, da KI bis dato nicht für sicherheitskritische Entscheidungen herangezogen werden darf. Unser Ziel muss sein, sicherheitskritische Systeme so resilient wie möglich zu gestalten, um dem Menschen möglichst viele Entscheidungen abzunehmen.

Mobilität und Wirkung

Wo steht die Bahn im Mobilitätsmix der Zukunft?

BOYER: Im urbanen Raum und auf Intercity-Strecken ist die Bahn das einzig sinnvolle Verkehrsmittel. Auto, Flugzeug und Schiff ergänzen dort, wo Distanzen groß sind oder wo Schieneninfrastruktur wirtschaftlich nicht betrieben werden kann. Damit sich mehr Menschen bewusst für die Bahn entscheiden, braucht es vor allem Zuverlässigkeit und Komfort.

Was macht Hitachi Rail für TU-Studierende so spannend?

TUMMELTSHAMMER: Wir entwickeln komplexe Systeme, welche im österreichischen und internationalen Bahnverkehr im täglichen Einsatz sind, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Damit stärken wir direkt die nachhaltige Mobilität und setzen ein starkes Zeichen für den Weg zur Klimaneutralität.

Skills und Fokus

Wie bleiben Sie grounded?

BOYER: Für mich persönlich ist mein Leben abseits des internationalen Jobs das, was mir Halt gibt. Ich wohne nahe bei Wien am Land. Wenn ich da bin, arbeite ich im Garten oder im Wald und spiele bei der Blasmusik in meinem Heimatort mit. Das ist natürlich sehr individuell. Ich bin aber überzeugt, es ist wichtig, eine Konstante im Leben zu haben.

Welche Skills zählen wirklich für TU-Studierende?

TUMMELTSHAMMER: Ich glaube, dass die heute an der TU angebotenen Studienrichtungen die Felder Data Science und KI bereits gut abdecken. Für die Entwicklung sicherheitskritischer Systeme ist eine Nähe zur Systemprogrammierung sicherlich auch von Vorteil.

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