TANJA ELGENDY, MSC,
Beraterin, Trainerin und Coachin | TU Career Center
Wie ist dein Energielevel heute?
Mehr als nur müde – Gefühle mit dem Mood Meter besser verstehen
Oft beschreiben wir unseren Zustand einfach als gut, gestresst oder müde. Doch nur selten hören wir genauer auf unseren Körper, um zu verstehen, was hinter diesen Gefühlen steckt und was er gerade braucht.
Warum ist das wichtig?
Hast du unruhig geschlafen, braucht dein Körper Erholung. Wenn du hingegen eine dreistündige Prüfung absolviert hast, brauchst du vielleicht eine Mahlzeit, um Energie zu tanken. In beiden Situationen fühlst du dich wahrscheinlich „müde“. Manchmal fehlt uns das passende Vokabular für unsere Emotionen. Die richtigen Worte für unsere Gefühle zu finden, ist jedoch der erste Schritt, um unsere Bedürfnisse besser zu verstehen und so unser Energielevel zu steuern.
Der Mood Meter als Tool
Der Mood Meter (Yale Center for Emotional Intelligence) ist ein Tool zur Selbstrefl exion und hilft dir Emotionen genauer zu benennen. Er ordnet Emotionen entlang zweier Achsen, Energie und Zufriedenheit, ein (siehe Grafi k). Überlege zunächst, in welchem Bereich du dich gerade befi ndest. Anschließend kannst du diesen näher betrachten und herausfi nden, welches Wort dich gerade am besten beschreibt. Du wirst bemerken, dass nahe beieinander liegende Emotionen sehr unterschiedlich sein können. Im Bereich hohe Energie und hohe Zufriedenheit fi ndest du etwa fokussiert und aufgeregt. Zwei Emotionen, die sich sehr unterschiedlich anfühlen.
Wie hilft mir das?
Deine Emotionen genau zu benennen, hilft dir deine Gefühle bewusster wahrzunehmen, ihre Ursachen besser zu verstehen und passende Strategien für den Umgang mit ihnen zu entwickeln. Je genauer du deine Gefühle benennen kannst, desto gezielter kannst du darauf reagieren. Du kennst das bestimmt: „Ich fühle mich gestresst.“ Dabei steckt dahinter oft Nervosität, Anspannung, Überforderung oder Frustration. Darin liegt die Stärke des Mood Meters: Wer seine Emotionen besser versteht, erkennt auch sein Energielevel und, was sein Körper gerade braucht.
Probiere es aus:
Wo würdest du dich gerade einordnen?