Interview: Mag. Natascha-Simone Paul

Karriere-Sinn – Gib deiner Berufung einen Sinn

"Dieses Gefühl von Wirksamkeit hat mich sehr geprägt"

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Foto: © Petra Giritzer, iteratec GmbH

TU.impact ist das Female-Empowerment-Programm des TU Career Center. Studentinnen lernen dabei Role Models aus der Wirtschaft kennen und werden zugleich selbst zu Role Models, indem sie Schülerinnen für MINT begeistern.

Wie TU.impact Jana geholfen hat, Unsicherheit als Teil ihres Weges anzunehmen und daraus Orientierung, Wirkung und Vertrauen zu entwickeln.

Kurz vor dem Abschluss stellen sich viele Fragen neu: Wer bin ich? Was kann ich? Und wohin will ich eigentlich? Jana Sumin, Masterstudentin der Human-Centered Computing an der TU Wien, spricht offen über Leistungsdruck, Zweifel und Verantwortung und darüber, wie das Female-Empowerment-Programm TU.impact ihr geholfen hat, Unsicherheit nicht als Schwäche, sondern als Ausgangspunkt für persönliche und gesellschaftliche Wirkung zu begreifen.

Jana, wenn du dich jemandem vorstellst, der dich noch nicht kennt: Was sind die wichtigsten Dinge über dich?

Ich studiere Human-Centered Computing an der TU Wien, weil ich davon überzeugt bin, dass sich Technologie an den Menschen anpassen muss und nicht umgekehrt. Bildungsarbeit an Schulen ist mir ein großes Anliegen, deshalb engagiere ich mich freiwillig bei Zero Waste Austria und halte Workshops zu Food Waste, einem Thema, das mir besonders am Herzen liegt. In meiner Freizeit finde ich Ausgleich im Urban Gardening und darin, mich kreativ auszuleben.

Viele Studierende stehen aktuell unter Druck. Was davon kennst du aus eigener Erfahrung?

Ich kenne dieses Gefühl sehr gut. Ich bin eine der ersten Personen in meiner Familie, die ein Studium begonnen haben. Der Wunsch, die Liebsten stolz zu machen und „etwas zu erreichen", erzeugt einen besonderen Druck. Gleichzeitig fragt man sich immer wieder, wie es weitergeht. Gerade jetzt, am Ende meines Studiums, fühle ich mich oft lost in einer Zeit voller Möglichkeiten. Aber ich glaube, dass genau diese Unsicherheit die größten und kraftvollsten Veränderungen in sich trägt.

„Genau diese Unsicherheit trägt die größten Veränderungen in sich."

Gab es bei TU.impact einen Moment oder eine Erfahrung, die dich nachhaltig geprägt hat?

Es gab nicht den einen Moment, sondern viele. TU.impact ist ein Programm voller Begegnungen: der Austausch mit anderen Studentinnen, Gespräche mit Role Models, die zeigen, wie wichtig Durchhaltevermögen und innere Stärke sind, und die Besuche in Schulen. Dort erleben wir, dass wir als Studentinnen der TU Wien direkten Einfluss haben und junge Frauen für MINT begeistern können. Dieses Gefühl von Wirksamkeit hat mich sehr geprägt.

„Dieses Gefühl von Wirksamkeit hat mich sehr geprägt."

Wenn du an deine berufliche Zukunft denkst: Was brauchst du von einereinem Arbeitsgeberin, um dich sicher und ernst genommen zu fühlen?

Ich wünsche mir vor allem Kommunikation auf Augenhöhe. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Rolle sollten wir einander so begegnen, wie wir selbst behandelt werden möchten. Außerdem wünsche ich mir Vertrauen und den Raum, Neues auszuprobieren und Veränderungen anzustoßen. Gerade jungen Frauen in technischen Bereichen wird dieses Vertrauen oft nicht selbstverständlich entgegengebracht.

Warum würdest du TU.impact anderen Studentinnen empfehlen?

TU.impact ist ein vielseitiges Programm, das ich jeder Studentin der TU Wien ans Herz legen würde. Man lernt nicht nur viel über Soft Skills wie Kommunikation, Stressresilienz und Diversität, sondern auch sehr viel über sich selbst. Besonders wertvoll finde ich, dass wir gleichzeitig Mentees und Mentorinnen sind und dass ein offener Austausch in einem echten Safe Space möglich ist.

Welchen Gedanken möchtest du Studierenden mitgeben, die gerade das Gefühl haben, nur noch funktionieren zu müssen?

Du musst für niemanden funktionieren außer für dich selbst. Du darfst stolz auf all das sein, was du bereits geschafft hast. Gib deiner Berufung einen Sinn und vergiss nicht: Du hast jederzeit die Möglichkeit, deinen Weg zu verändern. Nichts ist für immer. Bleib dran und arbeite an deinem Ziel.

„The more I study, the more insatiable do I feel my genius for it to be." Ada Lovelace

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Die Melecs EWS GmbH ist mit 486 Mio. EUR Umsatz und über 1800 MitarbeiterInnen der größte Elektronikentwicklungs- und Fertigungsdienstleister (E2MS) mit österreichischen Wurzeln und über 25 Jahren Erfahrung. Melecs bietet alles aus einer Hand: von Entwicklung, Engineering und Projektmanagement über Industrialisierung und Produktion bis hin zur Logistik. Neben dem Hauptsitz in Siegendorf/Österreich gibt es Produktionsstandorte in Győr/HU, Wuxi/CN und Querétaro/MX sowie ein Vertriebsbüro in Auburn Hills/MI (USA). Melecs-Komponenten finden sich in Steuergeräten und LED-Anwendungen internationaler Automarken sowie in Haushaltsgeräten europäischer Marktführer. Neben Lösungen für Automotive, Lighting und White Goods produziert Melecs auch Elektronikbaugruppen für Industrieanwendungen wie Rolltreppensteuerungen und Heizungsanlagen. Besonders geschätzt wird die starke Entwicklungskompetenz in Hard- und Software für kundenspezifische Anwendungen.

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BAWAG Group ist eine erfolgreiche, international agierende Bankengruppe mit Sitz in Wien, die mit mehr als 4 Mio. Kunden eine der größten Banken in Österreich ist. Als dynamischer Arbeitgeber fördern wir Talente und treiben technologische Innovationen schnell voran. Flache Hierarchien, ein flexibles Arbeitsumfeld und Chancengleichheit für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind uns dabei besonders wichtig.

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Weltweit ermöglichen wir Fahrgästen, Kund:innen und Gemeinschaften die Vorteile eines vernetzten, nahtlosen und umweltfreundlichen Verkehrs. Mit 24.000 Mitarbeiter:innen in über 50 Ländern ist das Unternehmen global aufgestellt, doch unser Geschäft ist lokal. Österreich ist, mit mehr als 60 Jahren lokaler Präsenz, eine der wichtigsten Referenzen von Hitachi im Bereich der Digitalisierung von Eisenbahnen. Mit mehr als 180 elektronischen Stellwerken im Feld sind rund 50% des modernen österreichischen Eisenbahnnetzes mit Technologie von Hitachi ausgestattet. Unsere Signaltechniklösungen tragen aktiv zu einer 95,5 prozentigen Pünktlichkeit von 447 Millionen Fahrgästen und rund 88 Millionen Tonnen Gütern am österreichischen Bahnnetz bei. An unserem Standort in Wien arbeiten mehr als 480 Expert:innen aus über 40 verschiedenen Nationen – ein diverses Team, das mit seinen unterschiedlichen Fähigkeiten, Talenten und Persönlichkeiten gemeinsam die Mobilität von morgen gestaltet.

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