DI Dr. techn. Evelyn Sobotka, BSc, TU-Wien-Absolventin und Quality & Lean Managerin | ANDRITZ HYDRO GmbH (Global QHSE & Process Management), begleitet als Female Role Model das Programm TU.impact
Frauen in MINT
Mein Weg durch Technik, Verantwortung und Fokus
Warum Industrie – warum gestalten
Nach meinem technischen Studium war für mich klar: Ich wollte nicht nur analysieren, sondern gestalten. Mich fasziniert, wenn aus Ideen belastbare Lösungen entstehen, die die Qualität im Alltag erhöhen oder Innovation treiben. Genau das hat mich in ein Industrieunternehmen geführt.
Die ersten Monate: Druck, Tempo, Verantwortung
Die erste Zeit war intensiv. Hohe Erwartungen, komplexe Projekte und Entscheidungen unter Zeitdruck haben mich gefordert. Dabei habe ich gelernt, dass es nicht darum geht, alles zu wissen, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen, klar zu kommunizieren und mit den richtigen Fragen Orientierung zu schaffen.
Was mir hilft, wenn's schwierig wird
Herausfordernde Situationen gab es viele. Ziele, die weit entfernt schienen, und Druck, der spürbar war. In solchen Momenten hat mir geholfen, den Blick auf das Wesentliche zu richten: Was bringt uns wirklich voran? Welche Schritte sind sinnvoll? Welche können wir weglassen? Diese Klarheit schafft Ruhe und Handlungsfähigkeit.
Worauf es im Team wirklich ankommt
Besondere Momente des Stolzes erlebe ich, wenn ein Team nach einer anspruchsvollen Phase spürt, dass es gemeinsam gewachsen ist. Dann zählen nicht nur Kennzahlen, sondern Vertrauen, Transparenz und die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Für mich ist das der Kern von MINT: Menschen bewegen etwas, weil sie Wissen teilen und Verantwortung übernehmen.
Grounded bleiben: meine Mini-Routinen
Um grounded zu bleiben, setze ich auf einfache Routinen. Eine tägliche Fokuszeit, kurze Reflexionen am Ende des Tages und eine klare Liste mit Prioritäten. Fortschritt braucht Fokus und ein gutes Tempo, keine Hektik.
MINT mit Sinn und warum TU.impact wirkt
MINT bedeutet für mich die Verbindung von Genauigkeit und Sinn. Wir schaffen Lösungen, die verlässlich sind und langfristig tragen. Das Programm TU.impact ist für mich besonders, weil es Schule, Studium und Arbeitswelt verbindet. In den Gesprächen entstehen Aha-Momente auf beiden Seiten. Junge Frauen sehen, wie vielfältig Wege in MINT sein können, und ich nehme frische Perspektiven mit. Diese Brücke macht Mut und öffnet Türen.
Mein Satz an junge Frauen
Was ich jungen Frauen mitgeben möchte: Neugier vor Perfektion. Chancen aktiv ansprechen. Ein Netzwerk aufbauen, das ehrlich Feedback gibt. Kleine Fortschritte feiern. Und sich selbst treu bleiben.
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