Female Role Models


In Sommersemester begleiten zwei Role Models die Lehrveranstaltung, sie werden für eine Q&A Session in die Lehrveranstaltung kommen, werden bei der Podiumsdiskussion teilnehmen und Studentinnen, wie auch Schülerinnen bei der Unternehmensbesichtigung zeigen, wie ihr Arbeitsumfeld aussieht.

Dr. Sabine Kubicek, Spezialistin Forschung und Energietechnik bei der Wiener Stadtwerke-Gruppe (Wiener Netze) und Dipl. Ing. Stefanie Blaschke, Head of People Analytics bei UNIQA sind beide Absolventinnen der TU Wien.

Dr. Sabine Kubicek

Spezialistin Forschung und Energietechnik - Wiener Stadtwerke-Gruppe (Wiener Netze)

Hattest du ein Role Model?

Ich hatte nicht das eine Role Model – sondern viele, über die Jahre verteilt. Vorbilder tauchen für mich oft in Form von Frauen auf, die in meinem direkten Umfeld Unglaubliches leisten. Eine Professorin, die zwei Kinder fast allein erzieht, weil ihr Partner in einer anderen Stadt arbeitet, hat mich zum Beispiel stark beeindruckt. Von ihr habe ich gelernt, wie wichtig gegenseitige Unterstützung, Austausch und ein realistischer Blick auf die eigenen Ressourcen sind.

Und dann gibt es die weniger greifbaren Vorbilder, wie Katherine Johnson. Ihre Geschichte hat mich tief berührt: eine Frau mit außergewöhnlicher Expertise, getrieben von dem Wunsch, die Welt um sich herum wirklich zu verstehen. Sie war analytisch, beharrlich – und sie hat Brücken gebaut. Sie hat gezeigt, wie man aktiv wird, Möglichkeiten erkennt und Verantwortung übernimmt. Diese Haltung ist für mich ein Leitbild: nicht darauf zu warten, dass etwas passiert, sondern selbst mitgestalten.

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© Wiener Stadtwerke/Beck

Warum ist es wichtig, Frauen in der Technik sichtbar zu machen?

Weil Frauen ein essenzieller Teil unserer Gesellschaft sind – und oft weit mehr leisten, als nach außen sichtbar wird. Viele Bereiche, wie Care‑Arbeit oder organisatorische Verantwortung im Alltag, bleiben unsichtbar. Gleichzeitig gibt es unzählige Erfolgsgeschichten von Frauen, die technische Expertise, Familie, Organisationstalent und persönliche Ambitionen vereinen. Diese Geschichten müssen wir erzählen.

Sichtbarkeit schafft Mut. Sie zeigt jungen Frauen, dass es Wege gibt – auch wenn sie unterschiedlich aussehen können. Sie schafft Blueprints: Wie kann ich Karriere und Kinder verbinden? Wie organisiere ich mich? Was ist realistisch, was ist möglich? Ich mache selbst sicher nicht alles perfekt. Aber mit drei Kindern und einem anspruchsvollen Job bringe ich viele Erfahrungen mit, die ich gerne teile. Und Formate wie TU.impact sind eine Chance, genau das sichtbar zu machen.

Was mir dabei besonders wichtig ist: Rahmenbedingungen zählen. Frauen sollen leistungsbereit sein dürfen, aber sie brauchen auch ein geeignetes Umfeld. Als Eltern gehört es beispielsweise dazu, kurzfristig gehen zu können, wenn das Kind krank ist, oder flexibel zu arbeiten, wenn es notwendig ist. Organisation, Anpassungsfähigkeit und ein unterstützendes berufliches und privates Umfeld sind entscheidend – nicht nur für Frauen, sondern für alle, die Familie und Beruf vereinbaren.


Dipl. Ing. Stefanie Blaschke

Head of People Analytics, UNIQA

Hattest du ein Role Model?

Ein klares Role Model hatte ich lange nicht. Gerade am Anfang meines Studiums und später im Job war ich oft die einzige Frau im Raum. Ich hätte mir damals jemanden gewünscht, der mir zeigt:
Du gehörst hierher  – und du kannst das.

Meine Vorbilder habe ich mir deshalb selbst gesucht: Frauen, die ihren eigenen Weg gehen – mit Familie, Karriere, Umwegen, Zweifeln und Erfolgen. Mir wurde klar: Role Models müssen nicht perfekt sein. Sie zeigen nur, dass jede ihren eigenen Weg finden und gehen kann.

Heute versuche ich selbst, so ein Vorbild zu sein. Nicht, weil ich alles weiß, sondern weil ich zeigen möchte: Karriere muss nicht nach einem festen Schema funktionieren. Und etwas hätte ich gerne früher gewusst: Man muss nicht warten, bis man „fertig“ ist, um andere zu inspirieren.

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© TU Career Center/Gloria Krenn

Warum ist es wichtig, Frauen in der Technik sichtbar zu machen?

Weil Sichtbarkeit Mut macht. Wenn du jemanden siehst, der einen ähnlichen Weg geht, wirkt Technik plötzlich greifbar – und möglich. Vielfalt macht Teams stärker, Lösungen besser und zeigt vor allem: Du musst dich nicht verbiegen, um in die Technik zu passen.

Gerade für TU-Studentinnen ist mir wichtig: Du kannst jetzt schon ein Role Model sein. Vielleicht für jüngere Schülerinnen im Rahmen von TU.impact, für andere Studentinnen oder einfach, indem du offen über deinen Weg sprichst – auch über Unsicherheiten. Es braucht nicht immer die Rolle der Führungskraft. Es braucht Menschen, die zeigen:
Ich probiere das. Ich lerne. Ich gehe meinen Weg.

Als Mutter einer Tochter wünsche ich mir besonders, dass die nächste Generation ihre Interessen frei verfolgen kann – ohne sich von Rollenbildern oder Erwartungen einschränken zu lassen. Damit jede ihren eigenen Weg gehen kann, egal wohin er führt.

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