Kernaussagen
Ziel des Technik Reports 2009 "Zukunftschance: Technikstudium" ist es, dem viel zitierten TechnikerInnen-Mangel in Österreich mit konkreten Zahlen auf den Grund zu gehen. Ein besonderer Fokus wird auf die Situation an der TU Wien und den Arbeitsmarkt in Ostösterreich (Wien, Niederösterreich, Burgenland) gelegt.
Erfahren Sie im Technik Report 2009 alles zur Entwicklung der Studierenden- und AbsolventInnenzahlen an der TU Wien und zum Arbeitsmarkt für AkademikerInnen in Technik und Naturwissenschaft.
Die Entwicklung der Inskriptionszahlen zwischen 1993 und 2008 zeigt, dass die Anzahl der Erstinskriptionen in den letzten zehn Jahren nahezu ausnahmslos von Jahr zu Jahr anstieg. Alleine von 2007 auf 2008 stieg die Anzahl der StudienanfängerInnen an der TU Wien um 1337 Personen, was einer Wachstumsrate von rund 18% entspricht. Die Attraktivität der Technischen Universität Wien scheint also vor allem in letzter Zeit stark anzusteigen. .gif)
Angesichts des demografischen Wandels seit den 80er Jahren kann die steigende Anzahl von Erstinskriptionen durch die erhöhte Attraktivität technischer und naturwissenschaftlicher Studien erklärt werden.
Während sich der Zustrom von StudienanfängerInnen in der jüngeren Zeit positiv entwickelte, stellt sich die vergleichsweise hohe Abbruchrate unter den Studierenden als problematisch dar. Die Dropout-Quote schwankte in den letzten 15 Jahren auf hohem Niveau zwischen 76% und 82%. Der hohe Anteil von Erwerbstätigen unter den Studierenden und der erhebliche Anteil von Doppelstudien relativieren die hohe Abbruchquote allerdings ein wenig.
Trotzdem führt die große Anzahl von Studienabbrüchen zu einer geringeren Anzahl von Graduierten, die mit regulärem Studienabschluss am Arbeitsmarkt verfügbar sind.
Neben der Zahl der Erstinskriptionen steigt auch die Menge der Studienabschlüsse an der TU Wien zwischen den Jahren 1993 und 2008. 
Ein großer Anteil der Studienabschlüsse wird noch immer im Diplomstudium erzielt. Dieser ist jedoch seit der Einführung der dreigliedrigen Studienarchitektur eindeutig rückläufig. Die Doktoratsquote variiert studienrichtungsspezifisch und erreicht besonders hohe Werte in den technisch-naturwissenschaftlichen Studienrichtungen.
Weiters zeigt auch die Studie, dass ein überwiegender Teil der Abschlüsse nach wie vor von Männern erzielt werden. Der Frauenanteil variiert sehr stark in den Studienrichtungen, konnte aber in den letzten 15 Jahren um fast zehn Prozentpunkte zunehmen. Trotzdem sind Frauen unter den AbsolventInnen der TU Wien nach wie vor unterrepräsentiert. Ausgesprochen niedrig bleibt der Frauenanteil in den klassischen ingenieurwissenschaftlichen Studien.

Ein allgemeiner Trend an der TU Wien zeigt sich bei der durchschnittlichen Studiendauer, die über alle Studienrichtungen und Studientypen hinweg höher liegt als die vorgesehene Mindeststudienzeit. Dies lässt sich zum Teil durch die Berufstätigkeit eines erheblichen Anteils der Studierenden erklären.

Den Technik Report 2009 können Sie auch käuflich erwerben. Hierzu wenden Sie sich bitte an Mag. Daniela Haiden. (t: +43 664 605887815, e: daniela.haiden@tucareer.com)
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