31.03.2008 << zurück
 

Ihre Vorbereitung auf das Assessment Center

• Nutzen Sie die Chancen, an einem AC- Training Teil zu nehmen, denn so können Sie gefahrlos Erfahrungen sammeln. Hier werden gängige Übungen simuliert und Sie erhalten ein individuelles Feedback von erfahrenen TrainerInnen.

• Wenn Sie zu einem AC eingeladen werden, sollten Sie Ihre Teilnahme bestätigen und verbindlich zusagen. Kümmern Sie sich rechtzeitig um Anreise und Unterkunft. Planen Sie genug Zeit ein, damit Sie pünktlich sind, und halten Sie für alle Fälle die Telefonnummer des Unternehmens parat.

• Häufig erhalten Sie auch ein Programm über den Ablauf des AC. Gehen Sie es durch und bereiten Sie die gängigsten Übungen vor. Denken Sie über deren grobe Struktur und deren Hintergründe nach, aber trainieren Sie sich dazu kein Verhaltensmuster an. Sie sollten nämlich auf alle Fälle authentisch bleiben! Es kann jedoch nicht schaden, sich im Vorfeld schon einmal mit den klassischen Übungen vertraut gemacht zu haben.

• Da in einem Assessment Center oft auf aktuelle Themen eingegangen werden muss, empfiehlt es sich, vorher regelmäßig die Presse und das Fernsehen über aktuelle Geschehnisse zu verfolgen. Der erste Eindruck ist entscheidend, und dafür spielt natürlich auch Ihre Kleidung eine entsprechende Rolle. Ihr Gesprächspartner leitet bewusst und auch unbewusst daraus ab, was für ein Mensch Sie sind. Mit einem ansprechenden, gepflegten Äußeren sammeln Sie Pluspunkte. Wichtig ist aber auch, dass Ihr Outfit zum angestrebten Beruf und der Firma passt. Trotzdem Sollten Sie sich darin wohl fühlen und authentisch erscheinen.

• Apropos Authentizität: Schauspielerei bringt Sie nicht weiter, denn auch wenn Sie dadurch die Stelle bekommen, die letzten Endes nicht Ihren Fähigkeiten entspricht, werden Sie langfristig weder Erfolg noch Spaß an der Tätigkeit haben. Es ist darüber hinaus schwierig, einer Gruppe von erfahrenen BeobachterInnen etwas vorzumachen. Sie müssen in den verschiedensten Situationen bestehen, da ist nicht alles vorhersehbar und planbar.

• Recherchieren Sie im Vorhinein möglichst viel über das AC, die ausgeschriebene Stelle, das Unternehmen und dessen Philosophie. MitarbeiterInnen sind - falls Sie welche kennen - als Informationsquellen oft sehr wertvoll.

• Wichtig! Bereiten Sie sich für die persönlichen Gründe vor, warum Sie gerade diesen Job haben möchten, und sammeln Sie Argumente, warum auch das Unternehmen von Ihnen mit Ihren individuellen Stärken und Schwächen profitieren wird.

• Zeigen Sie Initiative! Man kann nur das beobachten, was man sieht. Zeigen Sie daher, was Sie können, und nicht nur, was Sie denken. Das tatsächliche und nicht das gemutmaßte Verhalten unterliegt der Beurteilung. Melden Sie sich deswegen auch freiwillig, aber drängen Sie sich nicht in den Vordergrund. Wenn Ihnen während der Übungen etwas unverständlich oder nicht einsichtig ist, fragen Sie einfach nach!

• Respektieren Sie Ihre MitbewerberInnen und bleiben Sie Ihnen gegenüber aufmerksam. Dabei müssen Sie nicht unbedingt „best friends“ sein, sollten aber andererseits auch keine Ellbogentechnik einsetzen. Ein Mittelweg ist hier erstrebenswert, denn beachten Sie, dass bei Teamaufgaben Kooperation erforderlich
ist.

Was wird im Assessment Center beobachtet?
Bedenken Sie: Das AC beginnt bereits beim Betreten des Unternehmens und endet mit dem Verlassen des Firmengeländes.
An diesem Tag stehen Sie grundsätzlich rund um die Uhr unter Beobachtung. Besonders beliebt ist das gemeinsame Essen. In diesem Rahmen wird ein Auge auf das gesellschaftliche Auftreten, die soziale Kompetenz und die Kommunikationsfähigkeiten der BewerberInnen geworfen. Wie verhält sich der Teilnehmer in einer scheinbar entspannten Atmosphäre, was erzählt er hier von sich. Nach dem Vorstellen des Tagesablaufes folgt häufig eine kurze Unternehmenspräsentation.

Achten Sie bei einer solchen auf Hinweise zur Firmenphilosophie, denn das kann bei späteren Übungen nützlich sein. Merken Sie sich die Namen und Funktionen der Moderatoren und Beobachter und sprechen Sie bei Gelegenheit die Personen immer mit Ihrem Namen an – das hinterlässt einen guten Eindruck! Im Laufe der Jahre hat sich eine Vielfalt an Übungen entwickelt, doch im Grunde geht es letztlich darum, die kommunikative, integrative bzw. organisatorische Tauglichkeit der KandidatInnen herauszuarbeiten. Darüber hinaus werden auch Ihre Konzentration und Ausdauer, Ihr Verhandlungsgeschick und Ihre Stressresistenz beobachtet.